Zaußwitzer Mühle

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Legt man die Angaben des Taufregisters der Kirchenbücher von Zaußwitz zu Grunde, hat die Turmwindmühle in ihrer über 200-jährigen Geschichte immerhin 15 Besitzer erlebt. Dabei fällt auf, dass die Windmüller namens Göhre seit 1866 in drei Generationen das Korn gemahlen haben für die Bauern von Zaußwitz und Umgebung.

 

Im Jahre 1978 hat Otto Max Göhre aus Altersgründen die Mühle veräußert. Noch in die 70er Jahre hinein hat er hier Getreide verarbeitet; allerdings mit elektrisch angetriebenen Mahlwerk, denn die Turmwindmühle hatte schon eher ihre Flügel verloren.

 

Die Leipziger Albrecht und Anneliese Saalbach nahmen sich fortan der Mühle an. Sie diente ihnen als Wochenendgrundstück, aber auch Uni-Seminarkurse belebten das historische Objekt. Den Saalbachs ist es zu verdanken, dass sich die Mühle überhaupt noch in einem solch brauchbaren Zustand befindet. Sie haben z.Bsp. dafür gesorgt, dass das Dach neu eingedeckt wurde.

 

Im Juni 2000 hat sich die Zaußwitzerin Christa Klotz (eine Nichte von Max Göhre) entschlossen, die Turmwindmühle wieder in den Familienbesitz zu übernehmen. In den vergangenen Jahren hat sich schon viel an der Turmwindmühle getan (z.B. Neuinstallation von Strom, , Holzanstrich usw.).

 

Im Moment finden im Wohnzimmer Familienfeiern statt, aber sollte einmal ein großer Lottogewinn oder eine ähnlich plötzliche Geldquelle auftauchen, würde sich die Mühlenbesitzerin einen Traum erfüllen und die Turmwindmühle von anno 1799 zu einer touristischen Attraktion umgestalten. Das Erdgeschoss, wo allerhand Mühlentechnik und - Utensilien vorhanden sind, könnte zu einem kleinen Museum werden. Und die beiden Räume, die als Wohn- bzw. Schlafzimmer ausgestattet sind, stünden dann für die Gastronomie bereit.